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Core (Körpermitte)

Letzte Aktualisierung am 20.06.2023 um 19:28 Uhr

Die Kernmuskulatur oder „Core“ umfasst das mittlere Drittel des Körpers und besteht aus Bauch-, Rumpf- und Lendenmuskeln. Als vitales Band zwischen den Schultern und den Hüften trägt diese Muskulatur maßgeblich zur Stabilität und Beweglichkeit des gesamten Körpers bei. Die gezielte Stärkung der Kernmuskulatur durch Core-Training fördert die Leistungsfähigkeit des Körpers in vielen Alltagsbewegungen und sportlichen Aktivitäten.

Die Bauchmuskulatur: Schutz und Stabilität

Die aktive Bauchmuskulatur schützt nicht nur die inneren Organe, sondern formt auch die Taille und ermöglicht vielseitige Bewegungen. Sie arbeitet in einem stetigen Zusammenspiel aus synergetischen und antagonistischen Bewegungen, beeinflusst die Beckenstellung und ermöglicht dadurch die Übertragung von Vorwärts-, Rückwärts- und Seitwärtsbewegungen sowie Drehungen auf das Achsenskelett. Die Hauptakteure der Bauchmuskulatur sind:

  • Äußerer schräger Bauchmuskel (M. obliquus externus abdominis)
  • Innerer schräger Bauchmuskel (M. obliquus internus abdominis)
  • Querer Bauchmuskel (M. transversus abdominis)
  • Gerader Bauchmuskel (M. rectus abdominis)
  • Viereckiger Lendenmuskel (M. quadratus lumborum)

Die Rückenmuskulatur: Gegenspieler und Stabilisator

Die Muskulatur des Rückens agiert als Gegenspieler zur vorderen Rumpfmuskulatur und ist für die Stabilisation und die aufrechte Haltung des Rumpfes unerlässlich. Schlechte Körperhaltung und ungünstige Bewegungsmuster können das passive Bewegungssystem belasten und langfristig zu Schäden führen. Eine gut trainierte Rückenmuskulatur kann jedoch dazu beitragen, auch höhere Belastungen problemlos zu bewältigen. Besondere Bedeutung kommt hier der autochthonen Rückenmuskulatur bzw. der Rückenstreckmuskulatur (M. erector spinae) zu.

Autochthone Rückenmuskulatur: Die wirbelsäulennahen Muskelgruppen

Die autochthone Rückenmuskulatur umfasst die wirbelsäulennahen und in der Tiefe liegenden Muskelgruppen. Sie erstrecken sich vom Hinterhaupt bis zum Kreuzbein.

  • Stütze des Rumpfes
  • Streckung, Seitneigung und Drehung des Rumpfes

Ihre Hauptaufgabe ist die Extension und Stabilisierung der Wirbelsäule.

Mit diesem Wissen über die Kernmuskulatur können Trainer und Kursleiter gezielte Trainingsprogramme erstellen, um die Stabilität, Kraft und Flexibilität des Rumpfes zu verbessern, und Gesundheitsinteressierte können besser verstehen, wie sie ihren Körper stärken und schützen können. Eine gut trainierte Kernmuskulatur bildet die Basis für eine gute Körperhaltung, reduziert das Risiko von Rückenschmerzen und verbessert die allgemeine körperliche Leistungsfähigkeit. Durch das gezielte Training der Bauch- und Rückenmuskulatur, einschließlich der tiefliegenden autochthonen Muskulatur, können wir aktiv zur Rückenfitness beitragen.

Infosession aus unserem Präventionskurs

Autor:in Details

Sportwissenschaften, Soziologie und Erziehungswissenschaften
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