Neue Ausbildung: Werde jetzt Atem-Coach!

Interview Atem Coach Michaela Weller

Interview mit Dozentin Michaela Weller

Vielleicht hast Du es auch schon bemerkt? Das Thema Atmung ist zurzeit auf allen Kanälen präsent! Egal, ob als „Breathwork“, „Atemarbeit“ oder „Atemtraining“ bezeichnet – es führt kein Weg vorbei an gesunder Atemweise. In zwei Jahren Pandemie scheint die Nutzung individueller Ressourcen und innerer Stärken von Körper und Psyche in den Vordergrund gerückt zu sein. Atemübungen sind stets mit dabei, denn sie offerieren Möglichkeiten, selbständig das Immunsystem zu stärken, die eigene Gesundheit zu fördern wie auch die physische und mentale Leistungsfähigkeit langfristig zu erhalten oder gar zu steigern. Wir wollen zusammen mit Michaela Weller tiefer in dieses spannende Thema einsteigen und haben die Sportwissenschaftlerin und Yoga-Lehrerin zum brandneuen Seminar „Atem-Coach“ interviewt.

Was fasziniert Dich an dem Thema?

Atme ein, atme aus! Das klingt absolut simpel und wir tun dies abermillionen Mal jeden Tag, ohne uns darüber Gedanken zu machen. Dass aber noch ganz viel mehr dahintersteckt, ist uns zunächst erst einmal gar nicht bewusst. Atmen ist neben dem Herzschlag eine der subtilsten Funktionen des Körpers, ohne die wir nicht überleben können. Atmen heißt somit Leben!

Warum ist für Dich das Thema Atmung so ein wichtiges?

Die Atmung steht direkt, aber auch indirekt in Kontakt zu verschiedenen anderen Organsystemen wie etwa dem Immun-, Kreislaufsystem oder Verdauungstrakt des Körpers. Zudem kann über eine bewusste Atemweise Einfluss auf die Psyche genommen werden. Atmung ist somit nicht nur das respiratorische System allein, sondern muss als ein komplexes System im holistischen Zusammenhang betrachtet werden. Drehst du an der einen Schraube, änderst du das gesamte System.

Wie kamst Du zur Atemarbeit?

Ich hatte meinen ersten Kontakt mit Atemübungen im Zuge meiner eigenen Yoga-Praxis und vermutlich dann in bewusster Weise im Jahr 2013 bei meiner ersten Ausbildung zur Yoga-Lehrerin in Indien. Wir hatten immer direkt als erste Lektion am frühen Morgen um 6.30 Uhr Pranayama, Chanting und Meditation. Pranayama sind Techniken zur Energielenkung im Hatha Yoga, wobei einem meist die Atemübungen im Schneidersitz in den Sinn kommen. Ich merkte, dass Atemübungen dich ganz ohne Kaffee am Morgen wachrütteln oder Schlafstörungen am Abend beseitigen können. Seitdem lässt mich dieses großartige Thema nicht mehr los.

Das heißt, Yoga ist eine der Wurzeln für die heutige Atemarbeit?

Ja, genau. Zudem bedienen sich die modernen Schulen der Techniken aus der Traditionellen Chinesischen Medizin – dem Tai-Chi/Qi Gong. Aber auch die alten buddhistischen Techniken wie zum Beispiel die „Tummo-Atmung“ sind momentan wieder gefragt. Durch Wim Hof erfuhr diese hitzeerzeugende Atemtechnik in Kombination mit dem Eisbaden eine Renaissance. Dabei heißt das schnöde Eisbaden natürlich längst nicht mehr so, sondern wird nun als „Cold Water Immersion“ bezeichnet. Ich freue mich über die Wiederentdeckung der alten Techniken – egal, wie sie heißen nun mögen.

Und im Rahmen der Ausbildung der AHAB-Akademie zum Atem-Coach lerne ich alle diese Techniken?

Nun, sagen wir mal einige. Wir haben aus den verschiedenen Ansätzen die wichtigsten und praktikabelsten ausgesucht. Es gibt sicherlich noch zahlreiche weitere Übungen und Techniken, aber mit über 100 Übungen ist das Repertoire für den späteren Atem-Coach bereits sehr umfangreich. Damit lassen sich kreativ und zielgerichtet viele Übungssequenzen oder ganze Stundenbilder zusammenstellen.

Was ist noch alles mit dabei?

Natürlich bleiben auch die theoretischen Hintergründe neben all der Praxis nicht außen vor. Anatomische und physiologische Hintergründe zum Respirationssystem gehören ebenso wie Krankheitsbilder oder auch das zurzeit topaktuelle Thema „Post- und Long-COVID“ mit in diese Ausbildung. Zudem lernt der zukünftige Atem-Coach, wie Gesundheit mithilfe der korrekten Atemweise gefördert werden kann, wie man Trainings effektiv gestaltet und wie ich mein Angebot als Atem-Coach nach Abschluss der Ausbildung optimal präsentiere.

Für wen ist dieses Seminar gedacht und welche Voraussetzungen gibt es?

Generell kann jeder teilnehmen, der am Thema interessiert ist! Wir richten unser Angebot zwar schon eher an Interessenten mit einer medizinischen Grundqualifikation wie etwa Physiotherapeuten, Sportwissenschaftler oder Psychologen, aber auch Yoga-Lehrer, ambitionierte Sportler oder Atemwegserkrankte und -genesene sind herzlich eingeladen, ihr Wissen zu erweitern. Praktische Vorerfahrungen wären von Vorteil, sind aber keine Voraussetzung zur Teilnahme.

Wir werden auch keine sportlichen Höchstleistungen vollbringen, aber da manche Techniken sehr stark anregend wirken können, sollte man schon körperlich fit sein. Wie später für die Arbeit mit den Klienten gilt: im Zweifelsfall lieber vom Arzt abklären lassen, ob etwas einem Atemtraining im Wege steht.

Wie kann ich nun Atem-Coach werden?

Wir bieten diese Ausbildung in drei Lernformaten an – als Präsenz- oder Livestream-Seminar mit zwei Präsenztagen sowie einer Selbstlernphase oder als reines Online-Learning mit über 50 Videos on demand für ein flexibles Lernen. So kann jeder individuell je nach Lerntyp entscheiden. Anmelden kannst Du Dich direkt hier!

Und zum Schluss: verrätst Du uns noch Deine Lieblings-Atemübung?

Klar gern. Mein absoluter Favorit ist „Brahmari“ – das Bienensummen aus dem Yoga. Man legt ganz locker die Zähne aufeinander und presst die Zunge hinter den Scheidezähnen an den vorderen Gaumen. Dann die Ohren mit den Zeigefingern oder den Daumen verschließen. Ein- und ausgeatmet wird durch die Nase. Bei der Ausatmung ein möglichst langes „Mmmmmhhhh“ brummen und einen summenden Bienenschwarm im Kopfraum entstehen lassen. Die Vibration entspannt direkt und hilft zum Beispiel bei Schlafstörungen. Die Übung funktioniert auch super mit Kindern! Probier’s mal aus!

Vielen Dank für das Interview!

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