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Wenn das Handy wichtiger wird als alles andere

Geschätze Lesezeit: 4 Minuten
Wenn das Handy wichtiger wird als alles andere

Handysucht bei Kindern und Jugendlichen erkennen und vorbeugen

Das Smartphone ist aus dem Alltag von Kindern und Jugendlichen kaum noch wegzudenken. Es verbindet, informiert, unterhält – und gehört für viele junge Menschen ganz selbstverständlich dazu. Doch immer häufiger beobachten Eltern und Fachkräfte, dass aus normaler Nutzung ein problematisches Verhalten wird: Das Handy ist ständig präsent, Medienzeiten lassen sich kaum noch begrenzen und Konflikte entstehen, sobald das Gerät weggelegt werden soll.

Wann wird aus intensiver Nutzung eine Handysucht? Und vor allem: Was können Eltern konkret tun?

Was bedeutet „Handysucht“ eigentlich?

Wenn Kinder gerne Videos schauen oder mit Freund*innen chatten spricht man noch lange nicht von Handysucht oder problematischer Mediennutzung. Kritisch wird es, wenn:

  • das Smartphone immer häufiger und immer länger genutzt wird
  • andere Aktivitäten (Sport, Freunde, Familie, Hobbys) in den Hintergrund rücken
  • Kinder oder Jugendliche gereizt, wütend oder verzweifelt reagieren, wenn das Handy weg ist
  • Schlaf, Konzentration, Stimmung oder schulische Leistungen leiden
  • Medien genutzt werden, um Stress, Langeweile oder negative Gefühle zu vermeiden

Gerade das Smartphone ist dabei besonders problematisch: Es vereint Social Media, Games, Videos, Chats und Streaming in einem Gerät – jederzeit verfügbar, immer griffbereit.

Warum Kinder und Jugendliche besonders gefährdet sind

Das Gehirn von Kindern und Jugendlichen befindet sich noch in der Entwicklung. Belohnungssysteme reagieren besonders stark auf Likes, Nachrichten, Autoplay-Videos oder In-Game-Erfolge. Gleichzeitig sind Fähigkeiten wie Selbstkontrolle, Frustrationstoleranz und Zeitmanagement noch nicht vollständig ausgereift.

Hinzu kommen soziale Faktoren:

  • Angst, etwas zu verpassen (FOMO)
  • Gruppendruck
  • der Wunsch nach Anerkennung und Zugehörigkeit
  • Vorbilder im eigenen Umfeld (auch Erwachsene)

Kinder brauchen deshalb Orientierung, klare Regeln und Begleitung – nicht nur Verbote.

Typische Warnsignale im Familienalltag

Eltern berichten häufig von Situationen wie:

  • „Ohne Handy weiß mein Kind nicht, was es tun soll.“
  • „Abends kommt es kaum zur Ruhe.“
  • „Jede Begrenzung führt zu Streit.“
  • „Gespräche drehen sich nur noch um Games oder Social Media.“

Diese Signale sind kein Zeichen von „schlechter Erziehung“, sondern ein Hinweis darauf, dass Kinder Unterstützung im Umgang mit Medien brauchen.

Was hilft wirklich? Klarheit, Beziehung und Kompetenz

Ein gesunder Umgang mit digitalen Medien entsteht nicht von allein. Er muss gelernt werden – genauso wie Lesen, Schreiben oder Fahrradfahren. Entscheidend sind dabei:

  • klare, altersgerechte Regeln
  • echtes Interesse an der Medienwelt der Kinder
  • Vorbildverhalten der Erwachsenen
  • regelmäßige Gespräche statt ständiger Kontrolle
  • gemeinsame Reflexion über Medienzeiten und Inhalte

Genau hier setzen professionelle Unterstützungsangebote an.

Unterstützung finden: Angebote der AHAB-Akademie

Die AHAB-Akademie bietet praxisnahe und wissenschaftlich fundierte Aus- und Fortbildungen für Coaches, Pädagogen und Familien, die den digitalen Alltag von Kindern besser gestalten wollen.

Elternratgeber: Sicherheit und Klarheit gewinnen

Der Elternratgeber der AHAB-Akademie hilft dabei,

  • problematische Mediennutzung frühzeitig zu erkennen
  • eigene Unsicherheiten abzubauen
  • klare Regeln zu entwickeln, die zum Familienalltag passen
  • Konflikte rund um Medienzeiten konstruktiv zu lösen

Eltern erhalten verständliche Informationen, konkrete Handlungsempfehlungen und alltagstaugliche Strategien – ohne Schuldzuweisungen.

Mediencoach: Kinder und Jugendliche stärken

Mit der Ausbildung zum Mediencoach richten wir uns mit unserem Konzept on(e)life direkt an Kinder und Jugendliche. Ziel ist es,

  • das eigene Medienverhalten zu reflektieren
  • Zusammenhänge zwischen Medienkonsum, Stimmung und Alltag zu verstehen
  • Alternativen zur dauerhaften Smartphone-Nutzung zu entwickeln
  • Selbstkontrolle und Selbstwirksamkeit zu stärken

Nicht Verzicht steht im Mittelpunkt, sondern ein bewusster, selbstbestimmter Umgang mit Medien.

Fazit: Handysucht ist kein Randproblem – aber lösbar

Handysucht bei Kindern und Jugendlichen ist eine reale Herausforderung unserer Zeit. Doch sie ist kein unausweichliches Schicksal. Mit Wissen, klarer Haltung und passender Unterstützung können Familien wieder mehr Balance, Ruhe und Verbindung erleben.

Die Angebote der AHAB-Akademie zeigen:
Medienkompetenz lässt sich lernen – und ein gesundes Aufwachsen mit digitalen Medien ist möglich.

Autor:in Details

Verhaltens- und Organisationspsychologe (MSc), Gesundheitswissenschaftler (MPH), Diplom-Kaufmann (FH)
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