Elternratgeber: Medienkonsum regeln Fortbildung
Bildungslevel: Fortbildung
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Deutsche Gesellschafft für Prävention & Gesundheitsförderung
DG-PG ID 4397
Die DGPG prüft Gesundheitsfördermaßnahmen auf deren Wirksamkeit. Alle Kurskonzepte und Coaching-Maßnahmen, auf die wir in unseren Ausbildungen einweisen, wurden von der DGPG entsprechend geprüft und bei nachgewiesener Wirksamkeit zertifiziert.
Schulungsdetails
Online-Learning-VarianteLerne in Deinem Rhythmus, wann immer es dir passt |
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|---|---|
| Lernformat |
Online
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| Dauer |
ca. 6 Stunden Lerndauer (0,2 ECTS )
|
| Abschluss | Fortbildungsnachweis |
| Pädagogische Betreuung | reines Selbstlernangebot |
| Notwendiges Equipment | internetfähiges Gerät, stabile Internetverbindung und aktueller Webbrowser |
Wenn Handy, Gaming und Social Media in Deiner Familie zum Dauerthema werden
Du kennst vielleicht diese Sätze:
„Nur noch fünf Minuten.“
„Alle anderen dürfen das auch.“
„Du verstehst das sowieso nicht.“
„Ich bin doch gar nicht so viel am Handy.“
„Ich brauche das zum Entspannen.“
Und Du merkst: Es bleibt nicht bei fünf Minuten. Aus kurzen Spielzeiten werden lange Nachmittage. Das Handy liegt beim Essen auf dem Tisch. Abends wird heimlich weitergescrollt. Gaming endet nicht dann, wenn es eigentlich vereinbart war. Gespräche über Medien führen schnell zu Streit, Rückzug oder Türenknallen.
Vielleicht fragst Du Dich schon länger:
- Ist das noch normal?
- Bin ich zu streng?
- Setze ich zu wenig Grenzen?
- Wie spreche ich das an, ohne dass es gleich eskaliert?
- Und wie bekomme ich mein Kind wieder mehr ins echte Leben zurück?
Genau für diese Situation ist dieser Elternratgeber gemacht.
Du bekommst Orientierung, konkrete Gesprächshilfen und einen klaren Schritt-für-Schritt-Weg, mit dem Du den Medienkonsum Deines Kindes besser verstehen, ansprechen und gemeinsam mit Deinem Kind gesünder regeln kannst.
Dabei geht es nicht darum, digitale Medien schlechtzureden. Dein Kind soll digitale Medien nutzen dürfen – aber nicht so, dass Schlaf, Schule, Bewegung, Freundschaften, Stimmung oder Familienleben darunter leiden.
Der Elternratgeber auf einen Blick
- Ca. 6 Stunden Lernzeit
- 1 Monat Zugang zur Lernplattform
- konkretes Vorgehen mit dem HALO-Programm: Haltung, Analyse, Loslassen, Offline
- Mit Unterstützung diverser Arbeitsmaterialien: Checklisten, Reflexionsbögen und Umsetzungshilfen für Eltern und Kinder
- Für Eltern und Pädagogen, die Handy, Gaming, Social Media und Streaming in ihrer Familie / ihrer Gruppe gesünder regeln möchten
Warum Du mit Deiner Sorge nicht allein bist
Digitale Medien gehören heute zum Alltag von Kindern und Jugendlichen. Sie chatten, spielen, streamen, scrollen, liken, posten und vergleichen sich online. Für Dein Kind sind digitale Räume oft nicht nur Unterhaltung, sondern auch Treffpunkt, Rückzugsort, Spielplatz, Bühne und sozialer Raum.
Genau das macht Medienerziehung so schwierig.
Du willst Dein Kind nicht ausschließen. Du willst nicht ständig kontrollieren. Du willst auch nicht jeden Tag denselben Streit führen. Gleichzeitig spürst Du vielleicht, dass etwas aus dem Gleichgewicht geraten ist.
Viele Apps, Games und Plattformen sind so gestaltet, dass Kinder und Jugendliche möglichst lange dabeibleiben: endlose Feeds, neue Level, Push-Nachrichten, Likes, Autoplay, Belohnungen und Gruppendruck. Für Kinder ist es schwer, sich davon allein zu lösen. Gerade deshalb brauchen sie Erwachsene, die nicht nur verbieten, sondern begleiten.
Dieser Ratgeber hilft Dir, wieder handlungsfähiger zu werden. Du lernst, genauer hinzuschauen, ruhiger zu sprechen und klare Regeln zu entwickeln, die zu Deiner Familie passen.
Wann Medienkonsum kritisch werden kann
Nicht jede längere Bildschirmzeit ist automatisch problematisch. Entscheidend ist, was durch Mediennutzung im Alltag verdrängt wird.
Du solltest genauer hinschauen, wenn Dein Kind:
- häufig müde, erschöpft oder gereizt wirkt
- schlecht einschläft oder nachts heimlich online ist
- beim Begrenzen von Medienzeiten sehr wütend wird
- Schule, Hobbys oder Freundschaften vernachlässigt
- kaum noch Interesse an früheren Aktivitäten zeigt
- sich immer mehr zurückzieht
- Medien nutzt, um Stress, Angst, Langeweile oder Traurigkeit zu verdrängen
- regelmäßig länger online bleibt als vereinbart
- die Nutzung verheimlicht oder darüber lügt
- ohne Handy, Konsole oder Tablet kaum noch zur Ruhe kommt
Solche Anzeichen bedeuten nicht automatisch, dass Dein Kind süchtig ist. Aber sie zeigen Dir: Es lohnt sich, nicht länger nur zu hoffen, dass es sich von allein reguliert.
Du bekommst in diesem Ratgeber Hilfen, um zwischen normaler Nutzung, intensiver Nutzung und problematischen Mustern besser zu unterscheiden.
Inhalte des Elternratgebers
Faktencheck: Medienkonsum und problematische Entwicklungen
Aktueller Stand zum Medienverhalten bei Kindern und Jugendlichen. Wir erörtern die Übergänge zwischen intensiver Nutzung und suchtähnlichen Mustern. Du lernst Warnzeichen ernst nehmen und wir geben altersgerechte Empfehlungen für verschiedene digitale Medien.
Das HALO-Programm der Deutschen Gesellschaft für Prävention und Gesundheitsförderung
HALO steht für diese vier Schritte: Haltung, Analyse, Loslassen, Offline. Das Modell bildet den Kern der Fortbildung und ermöglicht eine strukturierte, wirksame Begleitung von Familien und Kindern.
- Haltung: Du wirst eine klare, fundierte innere Haltung zur Mediennutzung entwickeln, damit Deine Regeln nachvollziehbar und konsequent wirken. Bevor Du Dein Kind ansprichst, weißt Du genau, wofür Du stehst und was Deine konkreten Ziele sind.
- Analyse: Das wirst das eigene Medienverhalten reflektieren und die Mediennutzung des Kindes mit Checklisten und Fragebögen systematisch einschätzen.
- Loslassen: Medienregeln scheitern oft nicht daran, dass Eltern keine Regeln kennen. Sie scheitern daran, dass alte Gewohnheiten stärker sind. Vielleicht hat Dein Kind sich daran gewöhnt, Langeweile sofort mit Medien zu füllen. Vielleicht ist Gaming zur wichtigsten Belohnung geworden. Vielleicht ist das Handy abends selbstverständlich im Zimmer. Vielleicht nutzt auch Ihr als Eltern Medien manchmal als schnelle Beruhigung oder Beschäftigung. Loslassen bedeutet: Diese Muster erkennen und Schritt für Schritt verändern.
- Offline: Wenn Medienzeit reduziert wird, entsteht erst einmal freie Zeit. Und diese Zeit fühlt sich für Kinder manchmal leer an: „Mir ist langweilig.”. Offline bedeutet nicht: nie wieder Handy, nie wieder Gaming, nie wieder Social Media. Offline bedeutet: Dein Kind erlebt wieder, dass das echte Leben mehr zu bieten hat als den nächsten Bildschirmreiz.
Für wen ist die Fortbildung geeignet?
Die Fortbildung richtet sich an alle, die Verantwortung übernehmen und beim Thema Medienkonsum nicht nur reagieren, sondern gezielt begleiten wollen:
- Eltern, die ihr eigenes Handeln im Familienalltag fundierter gestalten möchten
- Pädagog:innen, Erzieher:innen und Lehrer:innen, die Elterngespräche strukturierter führen wollen
- Sozialarbeiter:innen und Coaches, die Familien professionell beim Umgang mit Medienkonsum unterstützen
Verwandte Ausbildung: Mediencoach
Wer tiefer einsteigen und Kinder und Jugendliche direkt begleiten möchte, findet in der Ausbildung zum Mediencoach die passende Vertiefung. Im Mittelpunkt steht das 8-Wochen-Programm ONL1FE – ein Medienkompetenztraining für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren. Die Ausbildung vermittelt Coaching-Kompetenzen, Fallbeispiele und Formate für Einzel- und Gruppenarbeit mit Kindern genauso wie strukturierte Ansätze zur Eltern- und Familienberatung.
Das erwartet dich in der Fortbildung Elternratgeber: Medienkonsum regeln
- Faktencheck: Medienkonsum bei Kindern und Jugendlichen
- Aufklärung: Wie aus problematischen Medienkonsum eine Sucht wird
- Empfehlungen zur altersgerechten Nutzung von verschiedenen digitalen Medien
- Einweisung in das HALO-Programm: So gehst Du als Elternteil vor, damit Dein Kind sein Medienverhalten in eine gesunde Balance bringt.
- HALO steht für Haltung, Analyse, Loslassen und Offline. Was bedeutet das?
- HaltungBevor man mit dem Kind redet, sollte man ganz klar darin sein, was man als Elternteil ganz konkret will, wie man es angehen möchte und welche Widerstände in welchen Phasen der angestrebten Verhaltensänderungen wie zu begegnen ist. Für eine stabile Haltung braucht man fundiertes Wissen. Das wird in diesem Programm vermittelt.
- AnalyseZunächst wird das eigene Medienverhalten reflektiert, bevor es um die Mediennutzung des Kindes geht. Dazu werden verschiedene Checklisten und Fragebögen bereit gestellt. Warum ich, wirst Du Dich vielleicht fragen?
Weil Du eine Vorbildfunktion hast. Du kannst von Deinem Kind nicht Dinge erwarten, die Du selbst nicht tust. Das Programm wird also auch Deine Mediennutzung unter Umständen positiv verändern.
- LoslassenIm Rahmen des HALO-Programms wirst Du lernen, dass viele Medien auch etwas Sinnvolles in sich tragen. Es geht also auch darum, dass Du alte Glaubensmuster loslässt. Auch Dein Kind muss einiges loslassen und viel Neues dazulernen. Zum Beispiel Langeweile zuzulassen und darauf zu vertrauen, dass die natürliche Kreativität die Langeweile ablöst.
- OfflineOffline sein ist das Gegenteil von online sein. Beide Welten gehören zu einem Leben dazu. Im HALO Programm geht es darum, dass Kinder und Jugendliche sowie deren Eltern eine gesunde Balance zwischen beiden Welten entwickeln. In vielen Fällen wird das dazu führen, dass Offline-Zeiten hinzukommen. Dieser Raum kann und sollte sinnvoll bespielt werden, mit Aktivtäten, die Kinder und Jugendliche in ihrer geistigen und körperlichen Entwicklung stärken. Auch hierfür hält das HALO-Programm vielfältige Ideen und Ansätze vor.
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- Was: Elternratgeber: Medienkonsum regeln Wann: ab Buchung, Zeit: siehe Schulungsdetails Wo: Lernplattform Lernwelt-Gesundheit
Informationen
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Häufige Fragen
- Was ist das HALO-Programm?
- Brauche ich Vorkenntnisse?
- Wie lange habe ich Zugriff?
- Was ist der Unterschied zur Ausbildung Mediencoach?
- Hilft mir der Ratgeber, wenn mein Kind ständig am Handy ist?
- Geht es nur um Bildschirmzeit?
- Bekomme ich konkrete Vorlagen?
- Soll mein Kind gar keine digitalen Medien mehr nutzen?
- Was mache ich, wenn mein Kind nicht mitreden will?
- Gibt es einen Abschluss?
- Für welches Alter ist der Ratgeber geeignet?


